„Schaut doch hin!“

gee whiz! zeigte ein Stück über Mitgefühl, Zivilcourage und Gedenken

[2016-12-14 KRÄM] Unsere Jugendtheatergruppe gee whiz! berührte und begeisterte in ihrer vierten Inszenierung mit dem Theaterstück „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“ von Jens Raschke. Es waren bewegende Abend- und Schulaufführungen, die das Publikum nicht nur unmittelbar mit den Gräueltaten des NS-Regimes konfrontierten, sondern auch mit den leider immer noch hochaktuellen Fragen nach dem Hinsehen oder Wegsehen, diesseits oder jenseits des Zauns.

So ist es nicht verwunderlich, dass der Stadtjugendring die Gruppe eingeladen hatte, dieses Stück im Rahmen des diesjährigen Gedenktages der Bombardierung der Stadt Siegen am 16.12.1944 aufzuführen.

gee whiz! - Nashorn 2Dieser Einladung konnte leider nicht gefolgt werden, da die drei Gründerinnen von gee whiz!, Franziska Stenke, Johanna Schmidt und Meike Krämer nach bestandener Abiturprüfung die Schule verlassen haben und neue Wege gehen.

So bleiben nur Erinnerungen an diese temporeiche, dichte Inszenierung, die dem Publikum der vier ausverkauften Vorstellungen durch das gekonnte und präzise Spiel der sechs Akteure magische Momente in einem steten Wechsel zwischen Handlung und Assoziation bescherte.

Die Theatergruppe erhielt für ihre herausragende Leistung großen Applaus, Standing Ovations und viele anerkennende Rückmeldungen, wie z.B. von Peer Ball, dem 1. Vorsitzenden des Vereins „Junges Theater Siegen e.V.“, der in einer Mail schrieb:

gee whiz! - Nashorn 4„Danke für die tolle Aufführung. Die Spieler haben so viel gegeben, die Körpersprache war so präzise wie die mehrstimmig gesprochenen Erzählpassagen, die Spielfreude war spürbar …und die Inszenierung ließ einen immer im Fluss, ohne zu sehr zu emotionalisieren. Brechts episches Theater fiel mir ein.. und Heinrich, immer wieder Heinrich [Waegner]. Toll. […] Das war kein Jugendtheater, das war kein Schülertheater mehr, das war darstellende Kunst mit ästhetisch vermittelter politisch-moralischer Botschaft ohne Zeigefinger… Toll!“

Es spielten Karo Hampe, Eva Hindenberg, Niklas Kanehl, Meike Krämer, Johanna Schmidt und Franziska Stenke unterstützt durch die Techniker Marc-Kevin Ebener, Justin Kmoch und dem TechnikTeam von Markus Czaja. Die Spiel- und Gesamtleitung hatte Lutz Krämer.

Fotos: Julian Puchelt

Weitere Infos und Fotos:

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Artikel der Siegener Zeitung vom 2.6.2016